Marienhamm – Helsinki

Seit dem 13.07.2008 bis heute, Sa. den 26.07.2008 habe ich nichts mehr von mir hören lassen. Das ist ein gutes Zeichen, denn in den Alands gibt es oft kein Telefonnetz und noch seltener Internet. Oder besser, wenn es Internet gibt, so funktioniert es nicht. Ich werde hier nur kurz berichten was in den letzten 14 Tagen passiert ist. Von Marienhamn ging es weiter nach Degerby. Hatte bei der Fahrt Welle min. 1,5m Quer ab. Das war wieder ein kleiner Vorgeschmack auf die offene See. Die Wellen sind quer über das Deck geschlagen, bin aber in der Plicht trocken geblieben. Gut gemacht, schönes Schiff. In Degerby einen sicheren Hafenplatz gefunden. Ein Folkeboot passt überall noch rein. Dann weiter nach Sottunga. Um mich herum ist überall Sturmwarnung angesagt. ARBUJAD liegt sicher im Hafen. Von dort ging es weiter nach Kökar. Die Anfahrt ist ist etwas verwinkelt und eng, nachts nicht möglich. Im Hafen empfing mich ein freundlich, lachender Hafenmeister. Die Finnen sind meistens etwas reserviert. Das legt sich aber nach kurzem kennenlernen. Kökar ist ein kleiner Ort und sehr schön gelegen. Eine Plastik Sauna (so heißt hier die elektrische Sauna) war frei zur Benutzung. Kinder planschten im Schärenwasser und ließen Drachen steigen. Dann weiter nach Utö. Auf Utö steht der älteste Leuchtturm Finnlands (1753 ging hier das Licht an). Utö ist eine kleine Insel die man recht schnell, zirka drei Stunden, zu Fuß erkunden kann. Kein Camping, also auch entsprechend einsam. Weiter nach Jurmo. Über die Insel gab es eine Führung, aber leider nur in finnisch. Es ist Naturreservart. Im Hafen gibt es Räucherlachs. Die Flaschen, die man auf einem Foto sieht, sind leider alle leer. Alkohol gibt es in Finnland nur in speziellen Läden und ist so gut wie unerschwinglich. Eine Sauna liegt direkt am Meer, man muß sich aber vorher im Kiosk (Hafenbüro ca. 5qm) anmelden. Vielleicht noch etwas allgemeines. Je weiter NO ich komme, um so weniger oder keine deutschen und schwedischen Schiffe liegen in den Häfen oder begegnet man. Dafür des öfteren Raudis auf Motorbooten. Ich meine die, Boote mit dem Lenkrad und vielleicht noch doppelstöckig. Sie sind einfach nur laut und schieben eine unnötige Welle auf dem Wasser und im Hafen. Hier kann jeder herrumbrettern wie er will. Schön ist es wenn sie sich gegenseitig mit ihrer eigenen Welle ausbremsen. Genug rumgemotzt.

Weiter von Jurmo nach Björkö (Naturreservart). Keine Plastiksauna sondern man muss selbst anheizen. Hier lagen in einer geschützen Bucht innerhalb der Schäre nur vier Boote. Zwei schöne Motorboote und ein Segler. Die Insel (Schäre) ist ein Naturparadies. Innerhalb der Insel gibt es ein Binnensee. Ein schönes Bad genossen. Schilf und Wald, der mit Moos bedeckt ist machen das wandern spannend. Von Björkö über Rosalla nach Hangö. Hangö ist ein größerer Ort – nicht besonders spannend. Hier habe ich einen Übersegler von einem kleinen holländischen Boot erstanden und schwedisches gegen estonia Geld getauscht. Weiter nach Rödjan (Nationalpark). Leider war es hier etwas bewölkt. Machte aber nichts, die Spaziergänge waren trotzdem super. Auch hier gab es einen Binnensee. Hier bin ich aber nicht baden gegangen, es war zu kühl. Weiter, Barösund nur kurz festgrmacht, war mir zu laut, eine kleine Fähre fährt im schmalen Sund hin und her. Weiter mit der Fock gesegelt, bis in eine Schäre in Träskön Storlandet. Die Schäre ist sehr klein und hat einen Tümpel in der Mitte. Beim erkunden der Insel schaute ich plötzlich in vier Elchsaugen. Sie waren genauso überrascht wie ich. Habe mich zurückgezogen und sie sie von weiten beobachten können. Am Abend haben sie dann die Schäre verlassen, sie sprangen ins Wasser und sind zur nächsten Schäre geschwommen. Von dort ging es weiter bis Helsinki. Ich liege hier in einem kleinen Hafen vor Helsinki (Sveanborg). Eine Festung die unter dem Schutz der UNESCO steht. Jetzt aber erst mal einige Fotos…….

                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

       

 

 

 

 

 

 

 

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2 Antworten to “Marienhamm – Helsinki”

  1. Thomas Sieker Says:

    Hallo Willi,
    Gerade selber von Kurztrip zum Schaalsee (wunderschön,keine Boote) zurück, bin ich froh was neues von dir zu sehen. Das Bild von dem Elch muß ich gleich mal meiner kleinen Tierfreundin zeigen. Die Sache mit dem bloggen ist schon toll (keepin´you in touch with home) Hoffentlich kriegen wir aber auch noch mal ´ne ausführliche Version nachgeliefert.Deine fotos werden immer besser, liegt´s am Ambiente oder der gewachsenen Erfahrung? Könnte natürlich auch an deinem äußeren Erscheinungsbild rumfrotzeln, verkneif ich mir aber lieber. Aufgrund meiner professionalen Einstellung zur neuronalen Plastizität gehe ich davon aus das du resozialisierbar sein wirst. Weiter viel gute Erfahrungen auf deinem Weg, wo immer auch hin, hoffentlich bald wieder unter uns.
    Thomas

  2. werner Says:

    Moin Willi, weiter so mit dem Törn! Schön von dir zu lesen und zu sehen (ok, lassen wir mal den Bart außen vor…). Bin jetzt ab morgen in Stralsund auf der Nike und werde im August die Ostsee besegeln. Wir sind zunächst zu siebt und in anderthalb Wochen zu fünft. Sehen wir uns evtl. auf dem Wassser? ist bei dir noch Göta-Kanal angesagt? Dann gäbe es evtl. die Chance, sich um den 18. rum in der Nähe von Kopenhagen zu begegnen. Und ich könnte meinen Fleece übernehmen. Wie auch immer. Gutes und geniesserisches Weiterkommen.

    LG Werner

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