Helsinki – Lohusala – Haapsalu

Am 27.07.2008 um 05:00 gestartet Richtung Tallinn. Hatte eine sehr gute Überfahrt mit achterlichem Wind. Habe die Fock nicht hochgezogen, da sie bei einer Welle von 1-1,5m immer wieder einfällt, das nervt nur und bringt keine Geschwindigkeit. Da alle Voraussetzungen zum weiter segeln da waren, bin ich spät Nachmittags in Lohusala angekommen (50sm). Wollte von dort Tallinn mit dem Bus besuchen. Es kam anders! Der Hafen war eine Empfehlung eines deutschen Seglers in Helsinki. Er, in Rente und war Führungskraft bei…., und sagte sehr schöner Hafen, super Sauna und alles total Klasse. Die Realität für mich sah leider etwas anders aus. Im Hafen angekommen, rief schon der Hafenmeister über den gesammten Hafen, wo ich festmachen soll. Er überlegte es sich, das doch noch ein mal anders (vielleicht hat er das piepsen meines Echos gehört, es ist aus sicherheitstechnischen Gründen auf 2,2m eingestellt) und rief, daß ich wieder wo anders festmachen soll. Mittlerer Weile standen schon vier Leute da um mich zu empfangen. Ich machte an einer Heckboje fest und mein Nachbarschiff (ca.18m) brachte zu seinen vier Fendern noch zwei zusätzliche aus. Als ich nun so langsam einfuhr drückte die Skippersfrau mich mit dem Bootskaken ab, rutschte ab und zog einen schwarzen Steifen über mein Deck. Wohl bemerkt, ich hatte 0,000 fahrt drauf. Der Skipper drückte nun wieder gegen meine Steuerbordwand, so daß ich noch vorne „schoß“. Die Mannschaft vorn am Steck brüllten nun, nach dem das Boot leicht anschlug, Stopp. Ich stoppte das Schiff an der Heckleine, passe nicht richtig auf und schon war der Adenauer (Heckflagge) weg. Das war mein beschissenster Anleger – bis jetzt. Glücklicher Weise hat mein Schiffsnachbar die Nationale aus dem Wasser gefischt. Der Hafenmeister sagte, ich soll mit ihm kommen. Ich sagte, ich komme sofort – brauche etwas Zeit. Er sagte, komm jetzt ich brauche nur Geld. Hafengebühr 23€, super sauberer Hafen, alles ausgeschildert, jeder Zugang kodiert, für 10€ nur Junkfood, Sauna absolut hip, zwei Leute in der Sauna und nur anschweigen, keine Kinder, keine Hund, nachts Flutlicht und dann bin ich am nächsten Morgen sofort wieder aufgebrochen. Hafen und Hafen ist auch Geschmacksache. Also weiter Richtung Haapsalu (42sm). Die Küste ist etwas langweiliger, Sandstrand und Wald. Viele Flachs und schmale Anfahrten machen die Navigation nicht einfacher. Happsalu hat richtig Atmo. Ein schöner alter Ort mit Binnengewässer und alten Holz Häusern. Kleiner Jachthafen und auch sauber!? Habe alte Leute im Dorf kennen gelernt, die noch etwas deutsch sprachen. Sie erzählten Geschichten über das alte Fischerdorf. Kriegsflüchtlinge und Gefangene die im Hafen verschifft wurden……Aktuell war aber, daß es vor zwei Jahren eine Sturmflut im Winter gab, der die Halbinsel 1-1,5m überflutet hat. Die letzte Sturmflut dieser Art soll im Jahr 1942 gewesen sein. Ich habe mich verabschiedet und bin mit dem Bus nach Tallinn gefahren. Tallinn hat mir gut gefallen, eine schöne alte Stadt mit vielen Gassen und Plätzen. Leider mit Menschen überfüllt. Zu anderen Jahreszeiten sicherlich entspannter. Habe die Zeit in Tallinn dann aber noch genutzt für etwas Kultur(Hallo Tommi)!! Ich habe mit die Haare schneiden lassen – aber nicht den Bart. Der bleibt, aus „spirituellen“ Gründen. Nach meiner letzten Rasur ist meine Welle gebrochen. Ralf hat es mit voraus gesagt, rasieren auf See bringt Unglück- seit dem keine Rasur.

                                                                                                                   

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